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Das Geheimnis hinter dem Heckenzaun
Einst gab
es eine Zeit, da hatte der Mensch die Wildnis seiner Seele bis in die
hintersten Winkel gezähmt. Er hatte alles weg gerodet, was nicht
erklär- und fassbar war. Hatte seine unbändigen
Lebensströme in feste Bahnen gezwungen, das Wildfeuer seiner
Herzensregungen unter feste Kontrolle gebracht, den wohlriechenden
fruchtbaren Erdboden seiner Sinnlichkeit versiegelt, die
abgründigen Sümpfe des Unterbewussten trockengelegt,
unliebsame Felsen charakterlicher Individualität weggesprengt und
durchlöchert. So war letztlich
seine innere Landschaft entzaubert worden und die
lebendige Magie des Mysteriums hatte keine Daseinsberechtigung mehr in
der vollends
erschlossenen Zivilisation der domestizierten Menschenseele.
Seltsam.
Plötzlich, da die Eroberung der inneren wie auch der äusseren
Natur auf dem Höhepunkt angelangt war, machten sich unerwartet
Stimmen aus dem zwielichtigen Dickicht jenseits des geheimnisvollen
Heckenzaunes bemerkbar. Dorther, wo die Baumaschinen noch nicht
gewühlt und gewütet hatten. Wo ein wilder unbekannter Flecken
Erde verschont geblieben war. Seine Anziehung war geradezu
unwiderstehlich. Ein wohlbehütetes Geheimnis schien dort
überdauert zu haben, wo das Land noch in seiner
Ursprünglichkeit atmete. Ein Geheimnis, dessen die Menschen
dringend bedurften.
Gerade jetzt mehr denn je.
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